Forschung

Forschung

Forschung

TOP GUN Forschung

Wir vertrauen unser Leben der kommerziellen Luftfahrt an, die als sicherste Branche in der Transportwirtschaft gilt. 2016 und 2017 waren weltweit wieder die besten Jahre für zivile Flugsicherheit, trotz teilweise tödlicher Unfälle (z.B. Emirates-Crash B-777 in DXB). Dennoch ist es eine Tatsache, dass die Unfallzahlen zum siebten Mal in Folge gesunken und auf einem Allzeit-Tief sind. Die tödliche Unfallrate lag bei nur 0,18 pro 1 Million Passagiere, das entspricht dem Verhältnis von gut 1:5.000.000, in den Industriestaaten sogar nur 1:24.000.000. Stellt man dieser Statistik einmal Unfallzahlen aus der Medizin gegenüber, so muss man feststellen, dass jeden Tag ein voll besetzter Jumbo-Jet durch menschliche Fehler in der Medizin abstürzt.

Zwar trägt technischer Fortschritt zur Reduzierung der Zahlen in der Luftfahrt bei. Seit den 1970´er Jahren liegt der Fokus allerdings auf dem „Human Factor“. Der menschliche Fehler ist sich in der Luftfahrt noch für etwa 70% aller Flugunfälle verantwortlich. Das Verhältnis ist nahezu unverändert geblieben, während absolute Zahlen seitdem um ein Vielfaches gesunken sind. Gut also, dass man sich dem menschlichen Einfluß intensiv zuwendet.

Sicherheit ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger interdisziplinärer und internationaler Zusammenarbeit, um den Faktor Mensch zu kontrollieren. Crew Resource Management (CRM), Human Performance and Limitations, Behavioral Economics, Entscheidungs-Fehler, Stress-, Workload und Fatigue Management sind erfolgreiche Ansätze, die wir gemeinsam mit internationalen Wissenschaftlern und Experten kontinuierlich weiter entwickeln.

Für einen Wissenstransfer aus der Luftfahrt in die Wirtschaft und Medizin ist von Interesse, wie die Leitungsebene des Flugzeugs (Piloten) miteinander und mit anderen Beteiligten vor, während und nach dem Flug interagieren, um in normalen und in kritischen Situationen sicher und effizient handlungsfähig zu sein. In funktionierende Strukturen eingebunden und durch einfache Methoden abgesichert werden so das nicht-fliegende Management und die gesamte Organisation Teil der unverzichtbaren Flugsicherheit und Effizienz. Dabei ist es interesanterweise nur eine überschaubare Anzahl von Prinzipien und Werkzeugen (Tools), die dem Erfolg zugrunde liegen. Top Gun Leaders hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Tools auf quasi sämtliche betriebliche und medizinische Bereiche zu übertragen.

Während im operativen Bereich von Unternehmen viel Wert auf Training, Prozesssteuerung und –unterstützung gelegt wird, arbeiten Manager nicht immer strukturiert, teilweise ad hoc und wenig planvoll (siehe z.B. grundlegende Studien von Mintzberg). Im Management von Unternehmen und besonders in der Medizin bleiben Lessons Learned oft unbeachtet. Man tut sich schwer, effizient mit Fehlern umzugehen. Das möchten wir ändern.

Unsere Methoden und Werkzeuge stammen aus der Luft- und Raumfahrt. Wir arbeiten ständig daran, Sicherheit und Effizienz, Mitarbeiterzufriedenheit und Teamwork, Umgang mit Fehlern, Resilienz und Stressbewusstsein erfolgreich und nachhaltig für alle zugänglich zu machen. Unsere Werte und Erkenntnisse basieren auf persönlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Arbeit. Das einzigartige Top Gun Team von Kampfpiloten und Professoren, Doktoren und Airline-Kapitänen, VIP-Piloten und Kunstfliegern, Fluglehrern und Kommunikations-Trainern setzen die Werkzeuge täglich ein. Arbeiten unentwegt an dem optimalen Weg für den Transfer von Methoden und Techniken.

Die Top Gun Konzepte und Ideen werden aber auch außerhalb des Cockpits eingesetzt. Sie sind Teil der Universitätslehre, Grundlage vieler Ratgeber, Bücher sowie wissenschaftlichen Publikationen. Wir prüfen jederzeit Anwendbarkeit und Nutzen der Werkzeuge und richten uns individuell an Kunde und Markt aus. Deshalb können Sie sicher sein, dass Sie die besten und effektivsten Tools bekommen. Exakt auf Ihren Bedarf zugeschnitten.

Wir arbieten derzeit an folgenden Themen im Bereich „Human Factor“:

Gallup Report

Seit 80 Jahren veröffentlicht eine US-Firma jährlich einen Engagement-Index, der die Motivation und Disziplin von Mitarbeitern bewertet. Der Report blickt auf „weiche“ Faktoren wie Motivation und Disziplin, Identifikation mit dem Unternehmen, Respekt, Teamführung, etc. und stellt regelmäßig fest, dass gerade Führungskräfte die wichtigen weichen Faktoren oft vernachlässigen.

An dieser Stelle setzt TOP GUN Leaders an. In der Luftfahrt identifizieren sich Mitarbeiter überdurchschnittlich mit Job und Firma. Das hat natürlich Gründe. Gründe, die auf den wirkungsvollen Einsatz passender Werkzeuge und Methoden von Führungskräften basieren. Sowohl Gründe als auch Toolbox stellen wir Ihnen vor, damit Sie den Erfolg übertragen können. So erreichen auch Sie eine verbesserte Motivation im Team, eine höhere Disziplin und mehr „Drive“.     

BIP

Das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) wurde 2003 von Hossiep & Paschen entwickelt. Es ist ein psychologisches Testverfahren, das berufsrelevante Persönlichkeitsmerkmale erfasst. Dem Teilnehmer werden Aussagen vorgelegt, die in Bezug auf ein persönliches Zutreffen beurteilt werden. Anhand definierter beruflicher Dimensionen werden Ergebnisse zu Zahlenwerten zusammengefasst, welche auf einem Profilblatt grafisch dargestellt und in einem psychologischen Gutachten zusammengefasst werden. Das BIP ist weit verbreitet und wird nicht nur bei der Auswahl von Piloten, sondern auch von Führungskräften eingesetzt.

Leadership Matrix

Wir haben das BIP mit dieser Matrix weiter entwickelt, um die Persönlichkeits-Dimensionen auch praktisch und für den Alltag anwendbar zu machen. So kann es perfekt für Coaching, Personalentwicklung, Auswahlprozesse und die tägliche Arbeit verwendet werden.

Die Leadership Matrix erlaubt den Einsatz wirkungsvoller Werkzeuge und Methoden aus der Luft- und Raumfahrt, um Ihre Arbeit leichter, sicherer und schneller zu machen. Sie verleiht dem Anwender und Führungskräften die Chance, individuelle Standortbestimmung und Authenzität zu gewährleisten, in dem Selbst- und Fremdwahrnehmung sichtbar und vegleichbar werden.

CRM

Crew Resource Management (CRM) ist eine Schulung für Piloten, welche die nicht-technischen Fertigkeiten schulen und verbessern soll, um Flugunfällen aufgrund menschlichen Versagens vorzubeugen. CRM Training ist für jeden Berufspiloten Pflicht. Es geht dabei um Kooperation, Umgang mit Stress, situative Aufmerksamkeit, Führungsverhalten, Entscheidungsfindung und Kommunikation. Ein wichtiger Teilbereich des CRM ist die Aufteilung von Aufgaben und die Absprache darüber, wer welche Aufgaben übernimmt.

Ralph Eckhardt arbeitet im Rahmen seiner Promotion an Verbesserungen des CRM, in dem er neun EASA EBT Kompetenzen (siehe ICAO Doc 9995) hinterfragt und Monitoring als zehnte basic compentency mit aufnimmt.

Human Factor

Viele Branchen wenden die in der Luftfahrt gewonnenen Erkenntnisse für den eigenen operativen Betrieb an, z.B. Medizin, Pharmazie, Polizei, Kraftwerke, Rettungsdienst, etc. Die sog. HRO (High Reliability Operations) funktionieren teilweise nicht mehr ohne die Tools der Luft- und Raumfahrt. Wir machen die verwendeten Tools/Standards/Prinzipien für Führungskräfte, Manager und Angestellte sichtbar auf allen Ebenen. Dabei achten wir auf menschliche Faktoren und Grenzen wie Stress, Arbeitsbelastung, Müdigkeit (Fatigue) und Tagesform und beziehen Charaktermerkmale wie Disziplin und Motivation (persönliche Einstellung) maßgeblich mit ein.

Black Swan

Fehler sind menschlich. Und Fehler passieren immer wieder. In der Fliegerei enden sie ab und zu leider in tragischen Ereignissen. Der Unfall des Air France Fluges AF447 über dem Atlantik ist ein Beispiel für einen menschliche Fehler. Die Luftfahrt kennt heute das sogenannte „Black Swan“ Event, welches zu menschlichem Fehlverhalten führen kann. Ein plötzliches Ereignis sorgt für einen „Startle Effect“, einem Überraschungsmoment, welcher zu weiteren Problemen führen kann. Ein „Black Swan“ Ereignis lässt sich stets durch identische Eigenschaften charakterisieren: Plötzlichkeit, Komplexität und Reduzierung von z.B. Kommunikation.

„Black Swan“ Ereignisse lassen sich weder bei mir noch bei Ihnen vollständig verhindern. Der Trick ist, den „Startle Effect“ zu minimieren, indem man sich auf vieles bestmöglich vorbereitet, Stress und Arbeitsbelastung dauerhaft nierdrig hält, verfügbare Ressourcen nutzt und wirklich gut ausgebildet ist.

 Disziplin und persönliche Motivation sind dabei unverzichtbar. Genauso wie die solide und richtige Vorbereitung, das Können im Job und die situative Aufmerksamkeit (Situational Awareness = SA). Unsere Methoden und Werkzeuge helfen Ihnen, den Alltag zu meistern und Erfolge zu erzielen.

Kommen Sie zu uns - nach oben!

Buchen Sie uns für Ihre nächste Veranstaltung